Fachbegriffe aus der Oralchirurgie
In der Oralchirurgie werden viele medizinische Fachbegriffe verwendet, die für Patientinnen und Patienten nicht immer leicht zu verstehen sind.
Unser Ziel ist es, Ihnen Klarheit und Sicherheit zu geben – besonders vor, während und nach einem Eingriff. Deshalb haben wir in diesem Glossar die wichtigsten Begriffe aus der Oralchirurgie einfach und verständlich für Sie erklärt.
3D-Röntgen
Das 3D-Röntgen ist ein modernes bildgebendes Verfahren, bei dem der Kiefer dreidimensional dargestellt wird. Dadurch kann die Zahnärztin oder der Oralchirurg wichtige Strukturen wie Zähne, Nerven und Kieferknochen sehr genau beurteilen. Diese Technik wird besonders bei Implantaten, Weisheitszähnen oder Wurzelspitzenentzündungen eingesetzt. Die dreidimensionale Darstellung erhöht die Sicherheit bei der Planung und Durchführung von Eingriffen.
Abszess
Eine Eiteransammlung im Gewebe, meist verursacht durch eine bakterielle Entzündung. Ein Abszess kann schmerzhaft sein und wird meist chirurgisch geöffnet.
Anästhesie (örtliche Betäubung)
Ein Medikament, das dafür sorgt, dass ein Bereich im Mund während der Behandlung taub ist. So spürt man keinen Schmerz.
Augmentation (Knochenaufbau)
Ein Verfahren, bei dem Knochensubstanz im Kiefer aufgebaut wird – z. B. als Vorbereitung für ein Implantat.
Biss
Die Art und Weise, wie die Zähne von Ober- und Unterkiefer aufeinandertreffen.
DVT (Digitale Volumentomographie)
DVT ist die Abkürzung für „Digitale Volumentomographie“. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form des 3D-Röntgens, die in der Zahnmedizin und Oralchirurgie häufig verwendet wird. Im Gegensatz zum herkömmlichen Röntgen zeigt die DVT-Aufnahme ein präzises dreidimensionales Bild des Kiefers – inklusive Nervenverläufe, Knochenstärke und Zahnwurzeln. Die Strahlenbelastung ist dabei deutlich geringer als bei einer herkömmlichen CT (Computertomographie).
Extraktion
Das Entfernen eines Zahnes aus dem Kiefer – zum Beispiel, wenn der Zahn nicht mehr zu retten ist oder im Weg steht.
Implantat
Eine künstliche Zahnwurzel aus Metall (meist Titan), die in den Kiefer eingesetzt wird. Auf dem Implantat kann später ein Zahnersatz befestigt werden.
Keramikimplantat
Ein Keramikimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus weißer, metallfreier Hochleistungskeramik (meist Zirkonoxid). Es wird – wie ein herkömmliches Titanimplantat – in den Kiefer eingesetzt, um darauf eine Krone oder Brücke zu befestigen.
Kiefergelenk
Das Gelenk, das den Unterkiefer mit dem Schädel verbindet. Es ermöglicht das Öffnen und Schließen des Mundes.
Kieferhöhle
Ein luftgefüllter Hohlraum über den oberen Backenzähnen. Bei chirurgischen Eingriffen in diesem Bereich ist besondere Vorsicht nötig.
Lappenoperation
Ein chirurgischer Eingriff, bei dem das Zahnfleisch vorsichtig zur Seite geklappt wird, um besser an den Knochen oder die Zahnwurzel zu gelangen.
Lokalanästhesie
Eine örtliche Betäubung, die nur den behandelten Bereich im Mund betrifft. Man bleibt dabei bei vollem Bewusstsein.
Osteotomie
Ein operativer Schnitt durch den Knochen – zum Beispiel, um einen Zahn oder ein Implantat freizulegen oder zu entfernen.
Parodontalchirurgie
Operationen am Zahnfleisch und Knochen rund um die Zähne – oft bei Erkrankungen des Zahnhalteapparates nötig.
Resektion (Wurzelspitzenresektion)
Ein chirurgischer Eingriff, bei dem die entzündete Spitze einer Zahnwurzel entfernt wird. Ziel ist es, den Zahn zu erhalten.
Sedierung
Eine medikamentöse Beruhigung während des Eingriffs. Man bleibt wach, ist aber entspannt und oft schläfrig.
Transplantat (z. B. Knochen- oder Schleimhauttransplantat)
Ein Transplantat ist körpereigenes (autologes) oder künstlich hergestelltes Material, das im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs in den Mund eingebracht wird – meist, um Gewebe zu ersetzen oder aufzubauen.
In der Oralchirurgie wird ein Knochentransplantat verwendet, wenn nicht genügend eigener Kieferknochen vorhanden ist, z. B. vor dem Einsetzen eines Implantats. Der Knochen kann dabei aus einer anderen Stelle des Körpers (z. B. dem Unterkiefer oder Kinn) entnommen oder durch künstliches Knochenersatzmaterial ergänzt werden.
Ein Schleimhauttransplantat wird eingesetzt, wenn z. B. freiliegende Zahnhälse bedeckt oder die Mundschleimhaut in einem bestimmten Bereich verstärkt werden soll. Es wird häufig aus dem Gaumen entnommen.
Ziel eines Transplantats ist es, die natürlichen Strukturen im Mund wiederherzustellen oder zu verbessern – für mehr Stabilität, Funktion und Ästhetik.
Vollnarkose
Ein Zustand, in dem man während der Operation schläft und nichts mitbekommt. Wird meist bei größeren Eingriffen oder auf Wunsch angewendet.
Weisheitszahnentfernung
Ein häufiger chirurgischer Eingriff, bei dem die hintersten Zähne (meist im Ober- oder Unterkiefer) entfernt werden – oft, weil sie keinen Platz haben oder schief liegen.
Weisheitszähne brechen in der Regel zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr durch. In vielen Fällen stehen sie jedoch zu eng oder bleiben ganz oder teilweise im Kiefer stecken (man spricht dann von „verlagert“ oder „retiniert“).
Mögliche Gründe für eine Entfernung sind:
– Schmerzen oder wiederkehrende Entzündungen
– Gefahr von Karies an benachbarten Zähnen
– Druck auf andere Zähne, z. B. nach einer kieferorthopädischen Behandlung
– Zystenbildung oder andere krankhafte Veränderungen im Kiefer
Die Entfernung erfolgt meist unter örtlicher Betäubung. Je nach Lage des Zahns kann ein kleiner chirurgischer Eingriff nötig sein. Der Heilungsverlauf ist in der Regel unkompliziert, erfordert jedoch einige Tage Schonung. Moderne Techniken wie 3D-Röntgen (DVT) ermöglichen eine sichere und genaue Planung der Behandlung.
Praxis Standort
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Zahnärztlicher Notdienst Bayern
Den zahnärztlichen Notdienst gibt es in Bayern an allen Wochenenden, Feier- und Brückentagen rund um die Uhr. Hier geht es zum zahnärztlichen Notdienst in Bayern